BIN ICH SÜßSAUER?

BIN ICH SÜßSAUER?

EP. 7 Zuher & Dominik: Wagt euch!

EP. 7 Zuher & Dominik: Wagt euch!

Was hat das erste Halbejahr 2020 aus uns gemacht? Ist das mit dem Coronavirus schon vorbei? Zuher, Dominik und ich haben zusammen über den BlackBrownQueer Podcast, die rassistische Werbung vom VW, die Freude und das Unbehagen über den Alltag in Coronazeit gesprochen. Eine Momentaufnahme einer Zeit, wo alle drei ziemlich fertig waren, dennoch aussprechen: wagt euch und werdet lauter - für die queeren, transidenten, schwarzen, jüdischen, verarmten Menschen und Personen of Color!

Bonusfolge: HAPPY PRIDE!

Zum 51. Jahrestag vom Stonewall-Aufstand haben drei deutschsprachige Podcaster*innen, nämlich Madita von "Gay Mom Talking", Fabian von "Somewhere Over The Hay Bale" und Sung Un von "Bin ich süßsauer?" über den CSD gesprochen. Was ist der CSD überhaupt, und warum ist er für uns wichtig? Wie war unser erster CSD? Welche Forderungen haben wir an die Gesellschaft, Politik sowie queeren Communities? Feiert mit uns zuhause den CSD2020 und schreit: HAPPY PRIDE!

EP. 6 Mai: Maispodcast

Unter den zahlreichen neuen Podcasts, die in der Coronazeit entstanden sind, gibt es auch Maispodcast - ein thaideutscher Podcast mit queerem asiatischem Perspektiv! Mai erzählt uns von dem neuen Podcastprojekt, der Pochahontas-Barbie als das einzige Rollenbild in einer thaideutschen Kindheit sowie von der Polyamorie - einem Beziehungskonzept, in dem eine Person gleichzeitig mehrere Parter*innen hat und dabei keine*n Partner*in privilegiert. Da ich seit knapp 15 Jahren in einer monogamen Beziehung lebe, haben wir gegenseitig Fragen über unsere Beziehungen gestellt und sie so ehrlich wie möglich geantwortet. Sind polyamorischen Menschen wirklich befreit von der Eifersucht? Was sind die Vor-und Nachteile der Polyamorie? Wäre es nicht besser für so manche vermeintlich monogamen Menschen, eine andere Form der Beziehung zu führen statt eine*n Parter*in Jahre lang zu betrügen? Was tut man, wenn man in einer Monogamie lebt und plötzlich sich in jemanden anderen verliebt?

EP. 5 Vivienne Lovecraft: Der Traum rettet

Vivienne Lovecraft ist eine der wenigen asiatischen Dragkünstler*Innen in Deutschland. Als Kind fand Vivienne Trost in der Fantasiewelt, die die japanische Animeserie "Sailor Moon" schuf, während sie sich an der Schule und in der Familie nach Akzeptanz sehnte. Oft hat sie sich selbst mit den Schurken identifiziert, entsprechend den Eindrücken, die ihre Umgebung ihr vermittelte. Nach dem Tod ihrer Mutter entschied sie sich, die Brücke hinter sich zu verbrennen und entdeckte die Dragkunst als den Weg zu ihrem lang ersehnten Leben, das sie aus eigener Hand und freiem Wille gestalten konnte.

Neben Viviennes Leidenschaft für Cosmic Horror haben wir darüber geredet, wie wir eine alternative Familie außerhalb unseres Elternhauses gefunden haben, nämlich in Fernsehserien. Vivienne fand ihre Freund*Innen in "Sailor Moon" und später ihre eigene Sailor Scouts in der queeren Community, ich meine Fernsehmutter Debbie in der US-Serie "Queer As Folk".

Vivienne plädiert für mehr Empathie und weniger Rassismus auch in der queeren Szene und mehr asiatischen Dragkünstler*Innen in Deutschland. Der Schrank ist ja voll und die Zeit haben wir!

EP. 4 Nari: Das Leben in Bewegung

Nari ist eine Editorin, Produzentin und Unternehmerin aus Südkorea. Sie kam 2002 zum ersten Mal nach Berlin - "zurück," wie sie selbst sagt, denn sie konnte dort so sein, wie sie wollte. Nari erzählt uns von dem erschreckenden Moment, als sie das Wort "Homosexuell" zum ersten Mal im koreanischen Wörterbuch nachschlug sowie dem Glücksmoment, als sie am ersten Tag an der Filmuniversität Babelsberg ein Paar weiße Handschuhe und eine warme Streife 16mm-Film bekam. Die 16 Jahre in Beriln haben Einflüsse auf ihr heutiges Leben in Seoul: 2,3 Tage auf die Bio-Produkte-Lieferung zu warten ist kein Problem, während dort "Zustellung innerhalb 24 Stunden" Gang und Gäbe ist. Mit Projekte wie InterV und Video Solidarity will sie das Video, ihr Lieblingsmedium, als ein Mittel der Hoffnung und Empowerment rückerobern. Deshalb produziert sie kurze Interviewvideos von Menschen in Südkorea, die sich mit dem Umweltschutz oder Feminismus auseinandersetzen. Die Folge besteht aus einem Interview (Okt. 2019) und einem Telefongespräch (März 2020).

EP. 3 Đức: Die Kunst des Aufblühens

Đức, ein vietdeutscher Künstler, erzählt uns über seine Kindheit in Sachsen und sein Werden als Konzeptkünstler. Đức überquert die Grenze zwischen unterschiedlichen Medien: seine Arbeit sind nicht nur in Ausstellungsräumen, sondern auch auf der Leinwand und im Ballroom zu sehen. Außer der Ballroomszene in Deutschland reden wir über unseren Umgang damit, als "mädchenhafte Jungs" beleidigt zu werden, über Personen, die Halt geben, und die Momente, die Komfortzone zu verlassen - um aufzublühen.

Am Ende der Folge gibt es drei Veranstaltungstipps: Das 1. #Mygration Festival (20.-21.03.2020 in Berlin), 4. Asian Artists Meet Up (24.04.2020 in Düsseldorf) und Asian Drag Takeover (24.04.2020 in Düsseldorf).

EP 2. Insun & das Glück, sich selbst zu sein

Ich habe mit Insun Kim gesprochen, der ersten offen lesbischen Frau aus ihrer Generation in südkoreanischen Öffentlichkeit! Insun kam 1972 nach Deutschland und arbeitete zuerst als Krankenschwester. In den 1960er und 70er Jahren kamen ca. 20.000 jünge Menschen aus Südkorea nach Westdeutschland, um unter anderem als Krankenschwester und Bergmänner zu arbeiten. Unter den jüngen Koreaner*innen gab es auch queere Menschen. Eine Selbstverständlichkeit, die erst seit ein paar Jahren berücksichtigt wird - dank Insuns Aktivitäten.

Als Insun sich scheiden lassen und mit ihrer Freundin zusammen sein wollte, erlebte sie einen massiven Widerwillen von der koreanischen Gemeinde und ihrer Mutter. Bis heute zählt die koreanische Gemeinde nicht unbedingt zu einem queerfreundlichen Community in Deutschland. Insun, eine Theologin und Diakonisse, sieht jedoch keinen Grund, als eine lesbische Frau die Kirche zu meiden. "Meine Glaube ist eine Sache zwischen dem Gott und mir. Die Anderen haben da nichts zu sagen. Ich mache nichts falsches, sondern liebe ja nur." Außerdem betont sie, dass die Menschlichkeit viel wichtiger als die Glaube oder Religion ist. Deshalb rief sie 2005 DONGBANJA (ehem. Dong Haeng), einen interkulturellen Hospizdienst für alle Menschen, die nach Deutschland kamen und hier alt geworden sind, ins Leben.

Seit 2018 spricht sie offen über ihre Lebensgeschichte in südkoreanischen Medien aus. Auf Seouler Pride 2019 trug sie ein Kreuz mit regenbogen Farbe, um sich den Anhänger*innen von den ultrakonservativen Kirche sowie queeren Menschen ein Zeichen zu setzen. Gläubig oder nicht gläubig (wie ich) - ihre Geschichte wird euch viel Mut machen!

EP. 1 Dastan & Pink Summits

Dastan ist der erste Kirgise, der öffentlich über seine Homosexualität gesprochen hat. Er ist ein Programmierer, Wanderer und Initiator von PINK SUMMITS. Seit 2018 steigt Dastan auf die höchsten Gebirge auf den jeweiligen Kontinenten, um mehr Sichtbarkeit für queere Menschen in Zentralasien zu schaffen. In der ersten Episode von BIN ICH SÜßSAUER? erzählt Dastan von Pink Summits, seinem Coming Out bei seinen Eltern und vor der laufenden Kamera, dem Backlash, seinem Blog (einer der beliebtesten Blogs in Kirgisistan!) und was das Wandern ihm bedeutet. Möchtet ihr auch den nächsten Berg mit aufsteigen? Dann meldet euch bei Dastan!

Bin Ich Süßsauer?

Sung Un stellt sich selbst und seinen Podcast vor. Was bewegt ihn, und was will er mit dem Podcast erreichen? Da wir schon beim Fragen sind: Was bedeutet eigentlich der Titel, und warum macht er keine Kochsendung mit dem Titel, sondern einen queeren und asiatischen Podcast? Ihr findet die Antwort in diesem Trailer!